Auroras Heimat ist der Museumshafen Flensburg. Eines unserer Lieblingsreviere liegt direkt vor der Tür - die dänische Südsee. Aber auch weiter entfernte Ziele wie Norwegen und Schweden werden angesteuert. 2006 hatten wir das Glück, vier Monate "Round Britain" segeln zu können. Mit dieser unvergesslichen Tour startet unser Blog, das wir ab jetzt wieder regelmäßig bestücken wollen.

Samstag, 22. Juli 2006

Erst ver-Cork-st und dann auf Schiet...

Nachdem wir uns in Penzance bei unseren zuckrigen Hafennachbarn SUE UND ROGER verabschiedet hatten - schon ein wenig schweren Herzens, schließlich haben wir mit ihnen gegessen, getrunken, bei ihnen gewaschen, getrocknet, Strom geliehen, den Computer genutzt und bestimmt noch vieles mehr..., und immer waren wir „very welcome“ – sind wir, begleitet von seichtem Wind (umlaufend 2-3) und ganz viel Sonne zu den Scilly Islands gesegelt.

Montag morgen ging es dann ziemlich früh los Richtung Irland. Einen Tag, eine Nacht und den ganzen nächsten Dienstag hatten wir eine traumhaft schöne Segelei über die keltische See nach Cork. Vor der Einfahrt waren wilde Regatten im Gange (siehe Photos, die noch kommen) und die drei Marinas in Crosshaven (gehört auch schon zum Cork Harbour) waren daher hoffnungslos überfüllt.

Aber wir wollten ja sowieso ganz nah ran an die Stadt! Also sind wir den langen Weg bis ins Stadtzentrum motort – man hatte uns gesagt, dass es natürlich Platz für uns gäbe im „Cork City Harbour“. Irgendwann waren wir tatsächlich im Zentrum von Cork...vor einer Brücke, an einer hässlichen Pier, gegenüber eine Futtermittelfabrik, überall Schornsteine, direkt neben einer vierspurigen, vielbefahrenen Strasse...wunderschön. Tolle Stadt, Cork. (Ist sie bestimmt, nur nicht so). Na gut, ein Zurück gab es nicht, also haben wir festgemacht und sind über eine ewig lange Leiter in der Piermauer senkrecht hoch gestiegen (wir haben es sehr geschätzt, dass alle Kinder so sichere Kletterer sind), bis wir, wie aus dem Nichts, auf der großen Straße auftauchten.

Auf in die Stadt, ein Guinness trinken, etwas essen und dann: DUSCHEN. Nach ungefähr einer Stunde Herumlaufen fanden wir schließlich ein Pub, der unserer Vorstellung eines "echten" Pubs entsprach und wo Kinder geduldet waren. Die Futtersuche gestaltete sich noch schwieriger, weil wir auf unserem Weg nur auf elitäre Yuppie Cafés und Restaurants stießen. Endlich, auf dem Heimweg zur Pier an der Strasse, kamen wir an einem familienfreundlichen Pub vorbei und aßen kleine Portionen für viel Geld, hundemüde, übelriechend und doch leicht genervt. Dass wir nicht Duschen können würden, war uns schon lange klar. Daher sind wir am nächsten Morgen ganz früh losgefahren und haben die kleine East Ferry Marina, noch immer im „Port of Cork“, angesteuert, die uns wieder versöhnt hat.

Donnerstag Mittag los und nach 30 Meilen wunderschönen Segelns (Delphine in der Flussmündung, S-SE 3-5) liefen wir über eine fragwürdige Barre (Untiefe) in Yougal ein. Die im Almanach eingezeichneten Ankerbereiche hat Ole entweder falsch interpretiert (kann gar nicht sein ;-)) oder sie haben sich arg verändert). Auf 2m laut Echolot folgten 1,20m und schwupps – lagen wir hoch und trocken. Alle Anstrengungen (stemmen, krängen, motoren) waren vergebens. Ein vergatteter Heckanker und die steigende Flut machten uns nach ca. drei Stunden wieder flott. Bis wir einen Ankerplatz gefunden hatten, vergingen noch einmal gut eineinhalb Stunden, es war stockduster, der Anker schlürfte beim 1. Versuch über den Kies..., die Nacht war entsprechend unentspannt. Für Ole zumindest. Am nächsten Morgen schnell weg. Tolle Segelei mit Vollzeug hoch am Wind bis ungefähr 10 Meilen vorm Hafen Dunmore East. Dort liegen wir jetzt voller Freude, geniessen den schönen, derben Fischereihafen in dem wir liegen, haben gestern abend gut gegessen – Axel „sein“ letzter Abend ;-) – heute schön gebadet (ich nicht, brrrr) und bis eben gerade die gestern Nacht geräucherten Makrelen gegessen. Jetzt werden die Kiddies ins Bett gebracht und dann werden wir uns noch einen gemütlichen Drink genehmigen. Nicht lange, da wir morgen zeitig los wollen...sofern der Wind es erlaubt, draußen hackt es ziemlich.

Kommentare:

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